emv und NSI (Nearfield Systems Inc.) rüsten ein in die Jahre gekommenes Fernfeld-antennenmesssystem bei Ramet in der Tschechischen Republik auf
und integrieren dabei modernste Messtechnik, bestehenden Positionierer
und die NSI 2000 Software.
Die Ausgangssituation
Nah- und Fernfeldantennenmesssysteme werden für
die Charakterisierung von Antennen eingesetzt. Antennen-
und Radarhersteller stellen hohe Ansprüche
an die Qualität und Präzision der Vermessungstechnologie. Ältere Antennenmess-systeme sind oft nicht
im Stande, die geforderte Messgenauigkeit und aussagekräftige
Messprotokolle zu liefern. Dies war auch
bei dem tschechischen Radartechnik- und Antennenhersteller
Ramet C.H.M. der Fall. Ein ca. 35 Jahre altes
Fernfeldmesssystem von Scientific Atlanta, konnte
den heutigen Anforderungen nicht mehr Stand halten.
Manuelle Erstellung der Messprotokolle, ein hohes
Ausfallrisiko und fehlende Ersatzteile waren Gründe
für die Entscheidung, die Messtechnik und Steuerung
des Systems vollständig zu ersetzen.
Die Aufgabe
Ziel des Kunden war es, das Antennenmesssystem
mit neuer HF-Messtechnik unter Verwendung der
bestehenden Mechanik und damit möglichst kosteneffizient
auf den neuesten Stand zu bringen. Die
bestehende HF-Messtechnik sollte
vollständig durch neue ersetzt werden.
Die Messtechnik sollte in zwei
Messtürmen in einer Höhe von
25 Metern installiert werden. Die
Messstrecke zwischen den beiden
Türmen beträgt 1024 Meter. Der bestehende
Positioner mit einer AUTTragfähigkeit
von 5 Tonnen musste
vollständig überholt werden. Hierfür
waren ein Austausch der Motoren
für die drei Bewegungs-achsen, eine neue Verkabelung
sowie ein Austausch der vorhandenen Anschlüsse
notwendig.
Die Lösung
Nach Besichtigung der alten Messanlage und detaillierter
Analyse konnten die emv und NSI ein Konzept
mit der Verwendung des Original-Positioners vorlegen.
emv / NSI waren der einzige Anbieter, der im
Stande war, die hohen technischen Anforderungen
zu erfüllen und gleichzeitig eine wirtschaftlich attraktive
Lösung vorzuschlagen. Dies wurde unter anderem
durch die Einbindung des Kunden in die Überholung
des Positioners ermöglicht. Durch das Knowhow
auf Kundenseite konnten einige Tätigkeiten, wie
z.B. Austausch der vorhandenen Anschlüsse nach
genauer Definition der Schnittstellen, vom Kunden
selbst durchgeführt werden.
Der Lieferumfang umfasste ein komplettes HF-Subsystem bis 20 GHz mit der zugehörigen NSI-Software, Netzwerkanalyzer (PNA von Agilent), Signalgenerator sowie eine Kontrolleinheit des französischen Herstellers ACC.
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Das System ermöglicht die gleichzeitige Steuerung mehrerer Achsen, Fern- und manuelle Steuerung des Positioners, Messwerteaufnahme bei freiwählbarer Frequenz und Multifrequenz-Scanning. Mit der NSI 2000-Software kann der Positioner über die Kontrolleinheit von einem Steuerrechner aus gesteuert werden. Sie bietet umfangreiche Funktionen zur Auswertung und Protokollierung der gemessenen Daten. Durch Multibeam- und Multifrequenz-Messungen lässt sich die benötigte Zeit für die Messungen um ein Vielfaches reduzieren.
Das Ergebnis
Gemeinsam mit NSI und dem Kunden wurde das Detailkonzept
ausgearbeitet. Vorhandene Komponenten
wie z.B. AUT-Positioner und die neue Messtechnik
und Kontrolleinheit wurden vom Hersteller übergreifend
integriert. Die emv übernahm die Projektkoordination.
Installation, Inbetriebnahme und Testlauf
wurden in zehn Tagen erfolgreich abgeschlossen.
Mit dem neuen Messsystem gehört Ramet zu den
führenden Dienstleistern für Fernfeldantennenmessungen
in Europa.
Für die emv war es die erste Installation
eines Antennenmesssystems in Osteuropa.
„Entscheidend für den Erfolg des Projekts waren die professionelle
Zusammenarbeit in einem multinationalen
Team aus Tschechen, Deutschen, US-Amerikanern und
Franzosen über alle Sprachbarrieren hinweg.“ sagt
Zuzanna Wood, Projektleiterin bei der emv GmbH.
Seit 2007 ist die emv auch für viele osteuropäische
Länder exklusiver Vertriebspartner von NSI.
weitere Informationen zu den
Antennenmesssystenen von NSI
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