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Bandpässe und Messfilter für empfindliche
PIM-Messungen
von Kathrein
Austria
Passive Intermodulation - Entstehung
und Messtechnik
Intermodulationsprodukte entstehen bei einer Übertragung
von mindestens zwei Wechselstromsignalen (HF-Träger) über einen
gemeinsamen Ausbreitungsweg mit nichtlinearer Kennlinie. Typische Bauteile
mit einer nichtlinearen Kennlinie sind z. B. alle Halbleiter, wie Transistoren
und Dioden mit üblichen Intermodulationsabständen von 60 – 80
dB. Für eine lineare Signalübertragung
sind diese Werte im Normalfall ausreichend.
Bei passiven Hochfrequenzkomponenten, wie z. B. Steckverbinder, Kabel und
Filtercombiner,werden Sende- und Empfangssignale gemeinsam übertragen.
Das bedeutet, dass hierbei die im Pegel um bis zu 160 dB niedrigeren Empfangssignale
nicht durch die von Sendesignalen erzeugten Intermodulationsprodukte gestört
werden dürfen. Derartige Komponenten müssen zudem eine sogenannte „passive“ Intermodulationsfestigkeit
mit Abständen von über
160 dB einhalten.
Die Messung dieser Intermodulationsgrößen erfordert einen Messaufbau
von hoher Qualität mit entsprechend intermodulationsarmen Bauteilen.
Sie sollten im Störabstand
mit mindestens 10 dB besser als der zu messende Wert spezifiziert sein.
Der Messaufbau besteht üblicherweise
aus folgenden Komponenten:
1. Zwei Signalgeneratoren zur
Erzeugung der TX-Signale mit nachgeschalteten
Leistungsverstärkern (ca. 100 Watt), die über
einen 3 dB Koppler zusammengeschaltet sind.
2. Ein nachfolgender Bandpassfilter zur
Unterdrückung von Nebenwellen bzw. Eigenstörungen der Signalgenerierung.
3. Bei der Reflektionsmessmethode ein RX/TX-Duplexfilter zum
Weiterleiten der Sendesignale auf das Messobjekt mit nachfolgendem Absorptionswiderstand sowie
zum Ausselektieren der im Messobjekt erzeugten Intermodulationsprodukte.
4. Die Pegelmessung dieser Produkte erfolgt
im nachgeschalteten Spektrumanalysator.
5. Bei einer zusätzlichen Durchgangsmessung
wird ein zweiter RX/TX-Duplexfilter am Ausgang des
Messobjekts benötigt. Dieses Messobjekt übernimmt ebenfalls
die Trennung der TX-Signale von den IMA-Produkten. Es leitet diese
auf den Absorptions-Widerstand bzw. den Spektrumanalysator weiter.
Die Messdynamik des kompletten Messaufbaus wird im Wesentlichen durch
die Eigenschaften der verwendeten Duplexfilter und Bandpassfilter bestimmt.
Hierfür sind von der Fa. Kathrein Austria Ges.m.b.H. spezielle Messfilter
für alle bekannten Mobilfunkfrequenzbereiche entwickelt worden. Diese
sind spezifiziert mit Intermodulationsabständen von minimal 179 dB
(typisch 185 dB). Sie ermöglichen damit IMA-Messungen von bis zu 170
dB. Weitere herauszuhebende Merkmale dieser Filter sind geringe Durchgangsdämpfungen
und hohe Selektionseigenschaften. Mit diesen Filtern können in Kombination
mit den oben genannten Komponenten komplette Messplätze aufgebaut
werden. Aber auch vorhandene IMA-Messplätze können
durch entsprechendes Zuschalten der Kathrein-Filter in ihrer Messdynamik
deutlich verbessert werden.
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